Fachseminar: Mobilitätsangebote für nachhaltige Siedlungen

Bild Miwo

Das Mobilitätsangebot am Wohnstandort ist entscheidend für die Verkehrsmittelwahl. In vielen Wohnsiedlungen liegt ein grosses Potenzial für eine nachhaltige Mobilität brach.

Liegenschaftsverwaltungen und öffentliche Hand sind in der Verantwortung, die Möglichkeiten besser zu nutzen. Das MIWO-Fachseminar am 1. November 2019 in Bern, zeigt Mobilitätsdienstleistungen im Praxistest. MIWO analysiert die Mobilitätssituation in Wohnsiedlungen. Zusammen mit den Verantwortlichen werden der Ist-Zustand analysiert, mögliche Massnahmen geplant und die Umsetzung vorbereitet. Mobilitätsmanagement hilft mit, das siedlungsbezogene Verkehrsaufkommen zu reduzieren, den Fuss- und Veloverkehr sowie den öffentlichen Verkehr zu fördern. Dies ist ein wichtiger Beitrag an die 2000-WattGesellschaft. Die BewohnerInnen profitieren von besseren Mobilitätsangeboten sowie von einer geringeren Verkehrsbelastung in und um die Siedlung. Die beteiligten Wohnbauträger und Verwaltungen können Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur benutzergerecht und effizient planen. Zudem helfen die Massnahmen mit, das Verkehrsverhalten zu beeinflussen und Kosten zu sparen. Eine Optimierung der wohnungsbezogenen Mobilität entlastet das Verkehrsnetz, spart Verkehr und damit Energie, schont die Umwelt und steigert die Attraktivität des gesamten Siedlungsraums.

Wohnbauträger und Liegenschaftsverwaltungen

Hauptadressaten von MIWO-Projekten sind Wohnbauträger und Liegenschaftsverwaltungen (Genossenschaften, private oder städtische Liegenschaftsverwaltungen sowie gemeinnützige oder private Bauherren). Involvierte sind Verantwortliche für Werterhaltungsmassnahmen in bestehenden Siedlungen sowie für Ersatz-Neubauprojekte. Öffentliche Verwaltungen sind der zweite wichtige Akteur. Mit Kampagnen oder gezielten Mobilitätsinformationen können diese das Verkehrsverhalten der Bevölkerung beeinflussen. Sie sind für das Mobilitätsangebot im Quartier zuständig und lenken mit beispielhaften Projekten die Quartierentwicklung in die gewünschte Richtung. Weiter können sie als Wissensvermittler für interessierte private Akteure auftreten.

Die Mieterschaft wird einbezogen. Sie kennt ihren Wohnort am besten. In kleineren Siedlungen werden interessierte Einzelpersonen direkt angesprochen, in grösseren Siedlungen kann allenfalls eine spezielle Mobilitätskommission geschaffen werden.

https://wohnen-mobilitaet.ch/fachseminar-mobilitaetsangebote-fuer-nachhaltige-siedlungen/