Eberhard eröffnet EbiMIK

Am letzten September-Wochenende eröffneten die Eberhard Unternehmungen feierlich das EbiMIK – schweizweit das grösste Aufbereitungszentrum für Bauabfälle. Die nachhaltige Anlage setzt einen innovativen Meilenstein in der Kreislaufwirtschaft. Die rund 16 000 Quadratmeter grosse Anlage steht seit Kurzem in Betrieb und ist die einzige ihrer Art in der Schweiz. Hier wird mit sechs intelligenten Robotern, dem Herzstück der Anlage, erstmals Mischabbruch hochwertig aufbereitet.

Kundenanlass
Am Freitag, 24. September 2021 feierten die Eberhard Unternehmungen die offizielle Eröffnung. 400 Gäste aus Politik und Wirtschaft, unter anderem Roger Rauper, Gemeindepräsident von Oberglatt, und Martin Neukom, Regierungsrat des Kantons Zürich sowie Kunden, Partner und Medienschaffende wohnten der Feier bei. Mit einer Besichtigung des neuen Zentrums, Fachreferaten und einer grossen Show, alles im Zeichen der Kreislaufwirtschaft, erfuhren die Gäste, was heute und in naher Zukunft möglich ist. Moderiert wurde der Anlass von Kiki Maeder.

Tag der offenen Tür
Am Samstag, 25. September 2021 fand bei strahlendem Sonnenschein ein Tag der offenen Tür für die interessierte Bevölkerung statt. Die Eberhard Unternehmungen scheuten keinen Aufwand um den über 2000 Besucherinnen und Besuchern einen abwechslungsreichen Tag zu bieten. Unter den vielen Attraktionen fand jeder, ob Gross oder Klein, etwas Passendes. Der geführte EbiMIK Rundgang stiess auf grosses Interesse. Die Werkstatt für den Unterhalt der zahlreichen Baumaschinen und Lastwagen und das umfangreiche Hochregallager gewährten einen Einblick in ihren «Alltag». Handwerklich Geschickte konnten ihr Talent beim Schweissen, Betongiessen oder Pflastern beweisen. Auf dem grossen Areal liessen sich Baumaschinen und Nutzfahrzeuge bestaunen, darunter auch ein erster Elektro-Lastwagen. Das EBIANUM Baggermuseum präsentierte einige seiner Exponate aus früheren Zeiten. Wer den ersten Hydraulikbagger in der Geschichte der Eberhard Unternehmungen steuern wollte, konnte das Geschicklichkeitsspiel mit dem Oldtimer bestreiten. Grossen Andrang gab es beim «Bäggerle»: Sechs Minibagger standen zur Verfügung um ein richtiges Bagger-Feeling zu erzeugen. Kinder und Jugendliche konnten die neun Lernberufe auf dem ebi.YOUNG Parcours kennenlernen. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt.

Martin Eberhard, CEO der Eberhard Unternehmungen: «Wir haben uns über das rege Interesse der Bevölkerung am Tag der offenen Tür sehr gefreut. Mit der Aufbereitung von Mischabbruch gaben wir den Startschuss für eine Veränderung in der Bauwelt. Zusammen mit dem zirkulit® Beton ist nun die Grundlage für zirkuläres Bauen geschaffen. Nun muss es gelingen, dass im Bauwesen ein Umdenken und ein umweltfreundlicheres Handeln stattfindet».

Intelligente Bauabfallaufbereitung
Das neue Zentrum bereitet Mischabbruch zu qualitativ höchstwertigen Sekundärrohstoffen auf. Das ist auch dringend nötig, ist doch ein funktionierender Baustoffkreislauf die Basis jeglicher Kreislaufwirtschaft. Beim Rückbau von Gebäuden fallen in der Schweiz pro Jahr rund 7,5 Mio. Tonnen Bauabfälle an. Das ist doppelt so viel wie Haushaltsabfälle. Die Abfälle aus dem Rückbau setzen sich zusammen aus zwei Dritteln Betonabbruch, einem Viertel Mischabbruch sowie Bausperrgut.

Mischabbruch wurde bis heute meist deponiert oder minderwertig wiederverwendet (Downcycling). EbiMIK ist einzigartig in der Schweiz und bereitet den Mischabbruch zu neuen Wertstoffen auf. Eine neue und effiziente Verfahrenstechnik kommt zum Einsatz. Zuerst werden die Materialien mit einem Umschlagbagger vorsortiert und mit dem massiven Sizer grob zerkleinert. Danach befreien zwei Roboterlinien mit je drei Greifarmen die mineralischen Stoffe von Fremdstoffen wie Plastik, Gips, Holz, Leichtmetallen usw. Die künstliche Intelligenz der Roboter erkennt die Materialien über die vier Sensorboxen mit Metalldetektor, Farberkennung und Laserscanner. Diese identifizieren die einzelnen Objekte auf dem Förderband und die Greifer befördern die Teile mit atemberaubender Geschwindigkeit in die entsprechenden Abwurfschächte. Sie benötigen für eine Bewegung nur knapp 2 Sekunden. Das heisst, die ganze Anlage kann pro Stunde rund 12 000 Objekte mit einem maximalen Stückgewicht von 30 Kilogramm aussortieren. Die Roboter gewährleisten rund um die Uhr eine konstante Leistung und eine verlässliche Qualität. Anschliessend gelangen die aussortierten Sekundärrohstoffe ins Rohstofflager mit einer Kapazität von 60 000 Tonnen. Je nach Anwendung werden sie nachträglich weiter fraktioniert.

zirkulit® Beton mit weniger CO2-Ausstoss
Neben der Aufbereitung braucht es auch zirkuläre Baustoffe. Die Nachfrage nach ressourcenschonenden Baustoffen zieht deutlich an. Seit Frühjahr 2021 ist der nachhaltige zirkulit® Beton ab dem BaustoffRecyclingZentrum Ebirec in Rümlang verfügbar. Er zeichnet sich durch maximale Zirkularität mit minimalem Primärressourcenverbrauch und gleichen statischen Eigenschaften gegenüber einem Primärbeton aus. Der CO2-Fussabdruck wird zusätzlich durch eine von zirkulit® entwickelte CO2-Speichertechnologie reduziert. Um das schweizweit riesige Potenzial zu erschliessen, machen die Eberhard Unternehmungen und die Kästli Bau AG in Bern-Rubigen den zirkulit® Beton national verfügbar. Die beiden Lizenznehmer sind gleichzeitig auch Inhaber der neu gegründeten zirkulit AG. Die langjährigen Erfahrungen und das Wissen der beiden Partnerunternehmen tragen dazu bei, dass sich zirkulit® Beton schweizweit als zukunftsweisender Baustoff etablieren wird.

Patrick Eberhard, Geschäftsführer der zirkulit AG: «Mit dem neuen Aufbereitungszentrum für Bauabfälle EbiMIK und zirkulit®, dem ökologischsten Beton der Schweiz, erreichen die Eberhard Unternehmungen den Wendepunkt von der Recyclingwirtschaft in die Kreislaufwirtschaft. Wir ermöglichen die Transformation in das neue Zeitalter des zirkulären Bauens – werterhaltend, ressourcenschonend und umweltoptimiert».

Eberhard-CEO im Fokus (PDF)

www.eberhard.ch